Leben im Alter erleichtern

Neue Wohnungen für Senioren am Nordwall bei Feier offiziell übergeben

Von Hans Peter Osterhold

Korbach – In 16 Monaten Bauzeit wurden 23 barrierefreie Appartements für Senioren am Nordwall errichtet. Die Gesamtkosten von rund 3,4 Millionen Euro liegen im geplanten Rahmen.

Die Wohnungen wurden am Sonntag in einer kleinen Feierstunde ihrer Bestimmung übergeben. Vieles mache eine Stadt lebens- und liebenswert, sagte Bürgermeister Klaus Friedrich bei seiner Begrüßung, ganz besonders aber die Versorgung von alten und kranken Menschen.
„Die Stadt stellt sich durch solche Projekte und Angebote immer wieder neu ihrer sozialpolitischen Verantwortung“, betonte er. Die Politiker in den städtischen Gremien ständen voll und ganz zu ihrem städtischen Krankenhaus und dem Haus am Nordwall, getreu dem Motto „kommunal ist optimal“.

Der neue Wohnbereich punkte mit der vorzüglichen Lage nur wenige Meter vom Stadtzentrum entfernt. In gehobener Ausstattung schafften die neuen Wohnungen die Möglichkeit, so lange wie möglich selbstständig zu sein und eigenständig zu leben, gleichzeitig aber die Sicherheit zu haben, im Bedarfsfall schnell und unkompliziert Unterstützung und Hilfe zu bekommen, so der Rathauschef. Er ergänzte: „Dass wir als Kommune solche Projekte wie das neue Seniorenwohnen am Nordwall oder die millionenschwere Modernisierung der OP-Säle in unserem Krankenhaus mit Unterstützung aller politischen Kräfte stemmen können, ist Ausdruck eines guten sozialen Miteinanders in unserer Stadt.“

Die neu gebauten Seniorenwohnungen befinden sich auf dem Grundstück der Haus am Nordwall gGmbH, in einer verkehrsberuhigten Zone zwischen den Straßen „Am Kniep“ und „Nordwall“. Einige Wohnungen sind noch zu haben. Bereits zum 1. September sind die ersten Mieter eingezogen. Die hieß der Geschäftsführer des Krankenhauses, Sassan Pur, willkommen und bedankte sich beim Architekten Uno Kleine, der Einrichtungsleitung und den städtischen Gremien für die gute Zusammenarbeit.

Pfarrer Markus Heßler hielt eine kurze Andacht und spendete zusammen mit Gemeindereferentin Barbara Schirm Gottes Segen für das Haus und die Bewohner. Sängerin Caro Best sorgte für das musikalische Rahmenprogramm.

Autonomie und Service

23 Appartements verschiedener Zuschnitte und Größe bieten auf drei Etagen und rund 1000 Quadratmetern Wohnfläche besten Wohnkomfort. Senioren profitieren von einem Konzept, das ihnen das Leben im Alter mit vielfältigen Serviceangeboten erleichtert und den individuellen Bedürfnissen angepasst werden kann.
Die auch für Rollstuhl oder Rollator geeigneten Räume können nach individuellem Wunsch eingerichtet werden. In ihren Appartements wohnen die Senioren komplett autonom. Dennoch haben sie die Möglichkeit, an Aktivitäten wie Gedächtnistraining oder Gymnastik teilzunehmen. Zusätzlich werden kulturelle Veranstaltungen und Ausflüge sowie Gottesdienste im Haus am Nordwall angeboten.
Die Haus am Nordwall gGmbH ist eine kommunale Einrichtung in Trägerschaft der Hansestadt Korbach und Tochterunternehmen der Hessenklinik Stadtkrankenhaus Korbach gGmbH.                  Hans Peter Osterhold

 

Bildunterschrift: Der Weg zu den Wohnungen wird freigegeben: (von links) Geschäftsführer Sassan Pur, Einrichtungsleiterin Ribana Klabunde und Bürgermeister Klaus Friedrich.
Foto: Hans Peter Osterhold